Aktieninvestments schlagen die Inflation, oder?

Aktien gelten als inflationssicher, weil es sich um Sachvermögen handelt. Erfahre worauf Du bei der Aktienauswahl achten solltest um die Inflation zu schlagen.

Diese Woche wurde gemeldet, dass die Inflation im März 2022 voraussichtlich 7,3% im Vergleich zum Vorjahresmonat betragen wird (Quelle).

Gegen diesen hohen Kaufkraftverlust willst Du Dein Vermögen absichern, wofür Aktien- und ETF-Investments eine gute Idee sein können. Denn Aktienbesitz beteiligt Dich am Unternehmensgewinn und gilt als Sachvermögen. Lass uns einen Blick auf Aktienkurse in Zeiten hoher Inflation werfen.

Langfristig angelegte Investments in Aktien und ETF schützen das Vermögen vor Verlusten durch die Inflation, heißt es. Trotzdem solltest Du jetzt nicht wahllos Aktien kaufen, sondern einiges beachten.

Wie kam es zu dieser Inflation und was passiert am Markt?

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu bekämpfen, “druckten” die Zentralbanken in den letzten beiden Jahren viel Geld. Eine Erhöhung der Geldmenge führt aber, das haben wir schon in der Schule gelernt, zu Inflation. Diese stellt sich jetzt auch tatsächlich ein. Vorher, im Jahr 2021, als viel Geld an den Märkten verfügbar war und die Unternehmen Rekordgewinne meldeten, stiegen die Aktienkurse kräftig.

Jetzt aber wird das Marktumfeld schwieriger. Energie- und Rohstoffpreise steigen kräftig und damit steigen auch die Einkaufspreise der produzierenden Unternehmen, die sie nicht genau so schnell an die Kunden weitergeben können. Außerdem werden Kunden durch die Teuerung der Verbraucherpreise zurückhaltender im Konsum, denn die Löhne steigen erst zeitverzögert. Die Unternehmensgewinne werden also geschmälert.

Die Faktoren Einkaufspreiserhöhung und Konsumzurückhaltung sind für die modernen Technologieunternehmen vielleicht nicht ausschlaggebend, aber trotzdem sind diese Unternehmen ein großer Inflationsverlierer. Warum? Weil diese Unternehmen in der Regel noch keine oder kaum Gewinne erwirtschaftet haben. Anleger sehen zwar ein hohes Gewinnpotential. Diese Gewinne kommen aber, wenn überhaupt, erst in der Zukunft. In der Zeitspanne bis zu den möglichen Gewinnen werden andere Anlageformen attraktiver. Denn die Zentralbanken lassen die Leitzinsen steigen, um die Inflation zu bekämpfen. Das gibt sichereren Anlageformen höhere Renditemöglichkeiten und senkt die Attraktivität von Gewinnen in der fernen Zukunft.

Welche Aktien könnten die Inflation schlagen?

Was also tun? Welche Aktien sind vermutlich die Richtigen, um das eigene Vermögen gegen die Inflation zu sichern?

Lass uns gemeinsam nachdenken:

1. Gegen zurückhaltende Konsumenten helfen Firmen, die ein unverzichtbares Produkt herstellen, das die Verbraucher immer benötigen und von dessen Qualität sie überzeugt sind: Babywindeln und Hundefutter zum Beispiel werden immer gekauft.

2. Um gestiegene Einkaufspreise ohne sinkende Nachfrage an die Kunden weitergeben zu können, sollte die Aktiengesellschaft über Preisbildungsmacht verfügen. Das ist der Fall bei einem  Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz, hohen Aufwänden für Technologiewechsel oder eine starke Marke.

3. Aktiengesellschaften, die seit Jahren eine stabile Dividende zahlen, bieten kontinuierlichen Geldeingang unabhängig vom Aktienkurs.

4. Von steigendenden Leitzinsen kannst Du mit der Auswahl von Bankaktien profitieren, denn für diese steigen die Verdienstmöglichkeiten.

5. Mit Value-Aktien machst Du vermutlich nichts falsch. Die entsprechenden Firmen sind meist etabliert, erfolgreich und gut in ihrem Markt positioniert. Sie müssen wenig in ihr Geschäft reinvestieren und schütten oft hohe Dividenden aus. Perfekt, wenn die Aktiengesellschaft dazu auch noch unterbewertet ist.

Wie finde ich Aktien, die die Inflation schlagen?

Um passende Aktien zu finden und auszuwählen, musst Du Dein eigenes Konsumverhalten und das Deines Umfelds beobachten, musst Dich selbst informieren oder Dich auf andere verlassen. Recherchiere nach Stichworten wie Burggraben oder Value-Strategie und warte auf meinen kommenden Blogbeitrag.

Ein Kommentar

Kommentare sind geschlossen.