In Immobilien investieren – das Häuschen im Grünen

In Immobilien investieren streut das Risiko in Deinem Portfolio breiter, denn sie gelten neben Aktien und Anleihen als eigene Anlageklasse. Ist die selbst genutzte Immobilie als Geldanlage eine gute Idee?

Du kennst jetzt bereits die Anlageklassen Aktien und Anleihen. Du weißt, dass es basierend auf diesen Anlageklassen aktive und passive Fonds gibt und Du mit Ihnen mit nur einem Finanzprodukt einen ganzen Korb voller Einzeltitel kaufst. Du weißt, dass Du Deine Investments breit über Themen, Industrien und Regionen streuen sollst, um das Risiko zu reduzieren. Ab heute werden wir in Immobilien investieren und damit eine neue Anlageklasse kennenlernen.

Dein Portfolio mit Immobilieninvestments diversifizieren

Immobilien gelten als eigene Anlageklasse. ein Investment in Immobilien bedeutet, Dein Portfolio weiter zu diversifizieren, also das Risiko zu streuen. Indem Du in verschiedenste Anlageklassen investierst, bereitest Du Dich auf viele Ereignisse an den Kapitalmärkten vor, möglichst ohne Renditen einbüßen zu müssen. Denn Du hoffst, dass das Kapital zwischen Anlageklassen wandert, also negative Entwicklungen in einer Anlageklasse durch positive Entwicklungen in einer anderen ausgeglichen werden.

Die selbst genutzte Immobilie als Investment

Dein erster Gedanke beim Stichwort Immobilieninvestment gilt bestimmt der selbst genutzten Immobilie: dem Häuschen im Grünen mit großem Grundstück oder der Altbauwohnung mit hohen Stuckdecken im Stadtzentrum. Dein zweiter Gedanke dreht sich vielleicht um den Kauf einer Immobilie, um sie zu vermieten und mit den Mieteinnahmen Renditen zu erwirtschaften?

Bedenke: Der Kauf einer Immobilie bindet viel Kapital. Du zahlst viel Geld für den Erwerb und verpflichtest Dich für viele Jahre zu Zins- und Tilgungszahlungen Deines Kredits. Dazu kommen Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer und Kosten für Notar und Makler. Deine Immobilie bindet Dich nicht nur lokal: bei Änderung Deiner Lebensumstände kannst Du sie nicht einfach vergrößern, verkleinern oder versetzen. Mit dem Immobilieneigentum gehst Du zudem Pflichten ein. Solltest Du Vermieter werden wollen, kommen sogar noch viele Kosten und Pflichten zusätzlich dazu, gleichzeitig müssen auch politische Rahmenbedingungen beachtet werden.

Mit kleinen Beträgen in Immobilien investieren

Der Immobilienkauf will also sehr gut überlegt sein. Allein die Auswahl der Immobilie mit den Rahmenbedingungen Standort, Größe, Bauzustand oder Energieversorgung erfordert gute Analysen. Falls es in Deiner Region überhaupt geeignete bezahlbare Objekte zum Kauf gibt. Und dann ist da mit der Finanzierung die nächste Wissenschaft, in die Du Dich vor Kauf einarbeiten musst.

Es gibt also einige Gründe, warum Du statt des Immobilienkaufs lieber einen Blick auf Finanzprodukte in das Betongold werfen willst. Wie Du weißt, kannst Du in Finanzprodukte bereits mit kleinen Beträgen investieren und sie zudem börsentäglich handeln. Jedes Wertpapier, das wir bisher kennengelernt haben, gibt es auch auf Immobilien und zudem noch einige neue speziell auf Immobilien zugeschnittene.

Investieren in Immobilien mit Aktien und Anleihen

Starten wir mit Immobilienaktien. Streng genommen gibt es die nicht, sondern es gibt Aktien von Unternehmen, die im Immobiliensektor tätig sind. Ein Geschäftsmodell könnte sein, Immobilien günstig einzukaufen, zu sanieren und teuer zu verkaufen, oder Bestands-Immobilien zu vermieten und aus den Mieteinnahmen Renditen zu erwirtschaften. Natürlich gilt das nicht nur für Wohn- sondern auch für Geschäfts- und Büroimmobilien.

Möglichkeiten zum Investieren in Immobilien finden sich auch auf dem Anleihemarkt. Zum Beispiel emittieren Unternehmen aus der Immobilienbranche Anleihen. Eine Besonderheit sind Hypothekenanleihen, weil sie mit Unternehmenswerten, nämlich den Immobilien, besichert sind. Beim Zahlungsausfall des Emittenten können die Immobilien verwertet werden, um die Rückzahlungen sicherzustellen. Aber nur, wenn die Hypothekenanleihe mit Grundpfandrechten im ersten Rang besichert ist.


Nach Kauf einer solchen Aktie oder Anleihe bist Du also über das Geschäftsmodell des gewählten Unternehmens indirekt am Immobilienmarkt investiert. Übrigens ist im DAX ein Unternehmen aus der Immobilienbranche enthalten, sodass Du mit dem Kauf eines ETF auf den DAX schon ein kleines Investment in Immobilien einkaufst. Mehr zu offenen und geschlossenen Immobilienfonds erfährst Du in den nächsten Beiträgen.


Wenn auch Deine Freundinnen in Immobilien investieren lernen sollen, dann verlinke meinen Beitrag gern in Deinem Social Media Netzwerk.