Kryptowährungen eröffnen Dir die neue Welt der Blockchain

Kryptowährungen eröffnen Dir die neue Welt der Blockchain. Erfahre, was Kryptowährungen sind und was sie alle gemeinsam haben.

Aktien und Anleihen, aktive und passive Fonds, Immobilien und Rohstoffe haben Dir eine neue Welt eröffnet. Du hast die wichtigsten Anlageklassen des modernen Finanzwesens kennengelernt, die auf unserem traditionellen Geldsystem beruhen. Du hast eine Auswahl von Wertpapieren in Dein Depot gelegt, um mit ihnen Dein finanzielles Polster aufzubauen. Lass uns jetzt in eine vollkommen neue Welt eintauchen: die der Blockchaintechnologie, der Kryptowährungen, der Token, des Web3 und des dezentralen Finanzwesens.

Ich werde Dir in den nächsten Wochen eine parallele, dezentrale Welt eröffnen, in der alle Finanzgeschäfte ohne Banken und Zentralinstanzen möglich sind. Eine Welt, die dank dezentraler Datenbanken und kryptographischer Schlüssel in wenigen Jahren unsere Internetnutzung, unsere Wertschöpfungsketten und die Interaktion von Politik und Gesellschaft verändern wird.

Bitcoin ist der Schlüssel in die Blockchain-Welt

Um diese neue Welt zu eröffnen, gehen wir zurück in das Jahr 2008. Nur wenige Wochen nach dem Höhepunkt der Finanzkrise mit dem Zusammenbruch der amerikanischen Bank Lehman Brothers erscheint ein wissenschaftlicher Artikel eines bis dahin (und bis heute) Unbekannten: Satoshi Nakamoto schreibt das Whitepaper “Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System” und begründet damit nicht nur die Blockchain-Technologie als dezentrales Datenbanksystem, sondern auch den Bitcoin als erste von vielen kommenden Kryptowährungen. Durch dieses Paper ist die Blockchain untrennbar mit der Kryptowährung Bitcoin verbunden.

Was waren Satoshis Gründe, überhaupt über ein dezentrales Zahlungssystem nachzudenken? Da man im Internethandel nicht bar zahlen kann, und damit Zahlungen selbst dann zurückziehen kann, wenn die Leistung bereits erbracht ist, müssen sich Käufer und Verkäufer gegenseitig vertrauen. Dieses Vertrauen muss entweder durch Drittparteien oder durch die Abfrage persönlicher Daten hergestellt werden. Das Vertrauen bringt also Kosten mit sich: Drittparteien einzubeziehen kostet Geld, das unvermeidliche Akzeptieren von Betrug kostet Geld, die Preisgabe persönlicher Daten kostet die Privatsphäre.

Kryptographie ersetzt Vertrauen

Satoshi schlägt vor, das gegenseitige Vertrauen in Finanztransaktionen durch Kryptographie zu ersetzen und damit die Drittpartei im Zahlungsverkehr überflüssig zu machen. Kryptografie ist eine Technologie um Informationen zu verschlüsseln, damit nur der vorgesehene Empfänger die übermittelte Nachricht lesen kann. Ein verteiltes dezentrales Computernetzwerk erbringt den Nachweis für die chronologische Reihenfolge von Transaktionen und bestätigt damit, dass eine Münze nicht doppelt ausgegeben wurde. Kryptographisch abgesicherte Transaktionen in einem dezentralen Computernetzwerk umzukehren ist rechnerisch nur mit sehr hohen Kosten der Rechnerkapazitäten verbunden.

Kryptographie ersetzt also das Vertrauen, das wir bisher in unsere Währungen und unsere staatlichen Institutionen setzen. Indem wir dem Programmcode der Blockchain vertrauen, vertrauen wir auch den privaten Institutionen, die dieses neue Geld erschaffen.

Was sind Kryptowährungen?

Unter dem Begriff Kryptowährungen versammeln sich heute eine große Zahl verschiedener Projekte, denen allen gemeinsam ist, nicht physisch zu existieren, sondern die Transaktionen ihrer “Münzen” kryptographisch auf einer dezentralen Datenbank zu speichern. Sie sind an Kryptobörsen handelbar, aber die wenigsten von ihnen sind nur als Zahlungsmittel konzipiert. Viele bringen Zusatznutzen mit, zum Beispiel Stimmrechte in ihrem Netzwerk, oder sie dienen als Währung für die Transaktionsgebühren ihres Netzwerks, oder sie bilden sogar echte Vermögenswerte der realen Welt ab.

Bisher werden Kryptowährungen von privaten Projekten herausgegeben. Bei den meisten von ihnen kann jeder an der Herstellung der Münzen teilnehmen (der Vorgang heißt Mining), der sich die Software herunterlädt und Rechnerkapazitäten für das dezentrale Netzwerk bereitstellt. Der Miner wird durch Zahlungen in der Kryptowährung für seine Aufwände belohnt.

Im Gegensatz dazu prüfen auch einige Zentralbanken, die Blockchaintechnologie für ihre Währungen zu nutzen. Dieses digitale Zentralbankgeld würde das Bargeld ersetzen oder erweitern. Für mich gilt digitales Zentralbankgeld aber nicht als Kryptowährung, denn das wichtigste Kriterium, die Dezentralität, ist bei Zentralbankgeld natürlich nicht gegeben.


In jedes der genannten Themen werden wir in den kommenden Wochen tiefer einsteigen. Du wirst erfahren, wie eine Blockchain funktioniert, wie Du Kryptowährungen handeln und aufbewahren kannst und worauf Du bei der Auswahl achten solltest. Später werden wir auch behandeln, wie Du Deine Kryptowährungen für Dich arbeiten lassen kannst. Denn genau wie Dein Geld für Dich arbeiten kann, kann dies auch Dein Kryptogeld tun.


Ich gebe keine Anlageempfehlung. Hinweis auf potentielle Interessenkonflikte: Karina hält Bitcoin zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.


Bist Du schon in Kryptowährungen investiert? Oder kannst Du damit nichts anfangen? Hinterlasse mir gern Deine Erfahrungen oder Deine Fragen in den Kommentaren.

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