Warren Buffetts Value-Investing schlägt die Inflation

Warren Buffett ist mit seinem Value-Investing Ansatz zur Börsenlegende geworden; seine Rendite ist überwältigend. Lies in meinem neuen Blogbeitrag was dahinter steckt.

Wie häufig habe ich meinen Blogbeiträgen und in meinen Vorträgen bereits davon gesprochen, dass der Einstieg in unterbewertete aussichtsreiche Aktiengesellschaften und eine lange Haltedauer der Schlüssel zum Erfolg Deiner Aktieninvestments ist? Beides ist Dir klar… aber Du willst ja schließlich nicht selbst nach passenden Firmen suchen und Fundamentaldaten wälzen! Value-Investing schlägt die Inflation und kann Dir Dein Investmentleben erleichtern.

Warren Buffett ist eine Value-Investing Legende

Lass mich Dir heute ein Vorbild vorstellen, der unter Anwendung der Value-Investing Strategie und mit viel Zeit zum berühmtesten und erfolgreichsten Aktieninvestor weltweit geworden ist. Von ihm sind sehr viele sehr richtige Zitate bekannt. Zum Beispiel sollst du niemals in ein Aktienunternehmen investieren, dessen Geschäftsmodell Du nicht verstehst.

Was steckt hinter Value-Investing?

Warren Buffett übernahm in den 50er Jahren die Textilfabrik Berkshire Hathaway und baute sie zu einer breit aufgestellten Beteiligungsgesellschaft aus. Bereits früh in seinem Leben fand er seine Anlagestrategie, das Value-Investing. Es besagt, Unternehmen zu kaufen, wenn ihr Börsenwert unter ihrem Inneren Wert liegt, sie von einem herausragenden Management geführt werden und eine starke Marke oder hohe Wechselhürden gegenüber dem Wettbewerb haben. Der Innere Wert ist der realwirtschaftliche Gegenwert der Anlagen des Unternehmens. Wenn der Börsenwert unter diesem realwirtschaftlichen Gegenwert liegt, stellt die Differenz eine Sicherheitsmarge dar, die das Risiko des Investments begrenzt. Und tatsächlich funktioniert sein Konzept: in den letzten 50 Jahren betrug die durchschnittliche jährliche Rendite 20%.

Ein Value-Investing Fonds, verkleidet als Aktie

Kommt Dir das Konzept nicht aus meinen früheren Beiträgen bekannt vor? Handelt es sich bei Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway nicht eigentlich um einen gemanagten Fonds, als Aktie verkleidet? Du erinnerst Dich: mit einer Aktie kaufst Du Anteile an einem Unternehmen, sie kostet keine laufenden Gebühren und manche zahlen sogar eine Dividende. Das tut Warren Buffett nicht. Statt das Barvermögen an seine Aktionäre in Form einer Dividende auszuzahlen, kauft er sich lieber in das nächste Unternehmen ein, das seiner Strategie entspricht.

Ein Blick in die Unternehmen, an denen Berkshire Hathaway beteiligt ist, zeigt, dass sich seine Aktienauswahl auch stark an den Kriterien orientiert, die wir im letzten Beitrag gegen die Inflation besprochen haben. Aber auch bei Berkshire Hathaway bildet sich ein riskanter Klumpen: fast 50% seines Portfolios steckt in Aktien von Apple.

Der Erfolg des Value-Investing schlägt die Inflation

In 50 Jahren im Schnitt jährlich 20% Rendite zu erwirtschaften zeigt Dir zudem sehr beeindruckend den langfristigen Effekt dieses Investierens mit Sicherheitsmarge und unter Ausnutzung des Zinseszins-Effektes. Er ist 1965 mit einem Aktienkurs von ungefähr 11,50 US-Dollar gestartet. Heute ist die A-Aktie ungefähr 529.000 US-Dollar wert! (Keine Angst: es gibt auch eine kleinanlegerfreundliche B-Aktie.) Du siehst: Value-Investing schlägt die Inflation… und bietet Dir noch mehr.


Als Alternative gibt es noch viele weitere Beteiligungsgesellschaften. Manche davon nehmen als aktivistische Investoren auch Einfluss auf die Führung der gekauften Unternehmen. Und natürlich gibt es ETF, die eine Value-Strategie umsetzen, diese tragen das auch im Namen.


Die genannten Aktiengesellschaften sind keine Anlageempfehlung. Hinweis auf potentielle Interessenkonflikte: Karina hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Aktien von Berkshire Hathaway. Sie bereut aber zutiefst, ihre Aktien nach kurzem Investment wieder verkauft zu haben und wird bei der nächstbesten Gelegenheit wieder einsteigen.

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