Orderoptionen sichern Gewinne und begrenzen Verluste

Deine Aktien und ETF willst Du günstig einkaufen und teuer verkaufen. Aber Du willst nicht selbst ständig die aktuellen Kurse verfolgen. Orderoptionen sichern Gewinne und begrenzen Verluste ganz automatisch.

Wie kannst Du sicher sein, Deine ETF und Aktien zum günstigsten Kurs zu kaufen? Und wie kannst Du Deine Wertpapiere möglichst teuer verkaufen? Die schlechte Nachricht ist: den besten Kurs für Kauf oder Verkauf wirst Du nicht finden. Aber die gute Nachricht: die Computer Deines Brokers helfen Dir, obere bzw. untere Grenzen zu setzen und vieles mehr. Sie erleichtern Dir Deinen Wertpapierkauf, denn Du musst die Kurse nicht selbst live verfolgen. Du überlegst Dir Deine Strategie und gehst weiter Deinem Leben nach. Währenddessen warten die Computer geduldig auf die von Dir gewünschten Kurse und führen dann Deinen Wunsch aus: Orderoptionen sichern Gewinne und begrenzen Verluste für Dich ganz automatisch. Es können viele Deiner Ideen umgesetzt werden, daher schauen wir uns heute einige davon an.

Kaufe günstig ein mit Orderoptionen: nutze die Limit Order

Starten wir mit dem Kauf eines Wertpapiers. Du hast Dir überlegt, welches Wertpapier Dein Portfolio noch breiter aufstellen wird, um die Risiken breit zu streuen. Du willst aber nicht zum aktuellen Preis kaufen, sondern gibst Dir noch einige Zeit zum Beobachten, ob die Kurse nicht vielleicht noch fallen werden. In diesem Fall legst Du im Orderformular nach Eingabe der Wertpapierkennnummer, der gewünschten Stückzahl und Auswahl des Börsenplatzes, manchmal versteckt, ein Limit fest. Dieses Limit bedeutet den maximalen Kurs, zu dem Du kaufen möchtest. Dieses Limit ist niedriger als der heutige Kurs. Danach wartet der Computer eine bestimmte Dauer, ob dieser Kurs erreicht oder unterschritten wird. Deine Order wird erst ausgeführt, wenn Du zu Deinem Wunschpreis kaufen kannst. Du stellst damit sicher, dass Dein Wunsch-Kaufkurs nicht überschritten wird.

Das Orderformular will von Dir wissen, wie lange es auf den von Dir gewünschten Kurs warten soll. Diese Dauer legst Du fest, in manchen Orderformularen mit dem Begriff „ultimo“. Dabei bedeutet ultimo Juli, dass die Order nur bis Ende Juli auf den Wunschkurs wartet um ausgeführt zu werden. Danach würde sie ersatzlos entfallen. Tagesgültig ist klar: die Order entfällt, sollte der Wunschkurs nicht bereits am selben Handelstag erreicht werden.

Verkaufe teuer mit Orderoptionen: nutze die Limit Order

Möchtest Du zu einem bestimmten Preis oder darüber verkaufen, stellst Du ebenfalls ein Limit ein. Ebenso wartet der Computer dann auf das Erreichen oder Überschreiten dieses Limits, bevor die Verkaufsorder ausgelöst wird. Dies ist eine gute Möglichkeit, um Kursgewinne für Dich zu sichern. Du kannst Dir überlegen, ob Du dann gleich alle Deine Wertpapiere, oder nur einen Teil verkaufen möchtest.

Begrenze Verluste mit Orderoptionen: mit der Stop-Loss Order

Leider kann es auch vorkommen, dass der Kurs des Wertpapiers nach dem Kauf fällt. Viele der Broker bieten Dir an, gleich nach dem Kauf von Aktie oder ETF eine Stop-Loss Order zu platzieren. Damit sicherst Du Dich gegen größere Verluste ab. Typischerweise platzierst Du den Stop Loss auf 90% des Kaufkurses, um Deine Verluste auf 10% zu reduzieren. Das tut zwar weh, ist aber besser als noch größere Verluste zu erleiden. Außerdem kannst Du das verbleibende Kapital anderweitig einsetzen.

Der Alleskönner unter den Orderoptionen: die Trailing Stop-Loss Order

Und dann gibt es noch die Trailing Stop Loss Order. Richtig angewendet hilft sie Dir, Gewinne laufen zu lassen, aber zu verkaufen sobald der Kurs fällt. Diese Order ist der Alleskönner, es lohnt sich sie zu verstehen. Sie erwartet Parameter von Dir: Zuallererst das Limit, das Du als unteres Limit für den Verkauf im Sinne der Stop-Loss Order verstehst. Wenn der Kurs unter dieses Limit fällt, wird verkauft.

Dann folgt der Trailing Stop, das ist der Abstand zum aktuellen Kurswert, prozentual oder absolut angegeben. Stell Dir diesen Trailing Stop als ein parallel zum Aktienkurs laufendes unteres Limit vor. Solange der Kurs steigt, steigt Dein Trailing Stop unterhalb des Kurses parallel mit. Sobald der Wertpapierkurs stagniert oder fällt, bleibt Dein Trailing Stop automatisch auf dem höchsten erreichten Niveau stehen. Wenn der Wertpapierkurs weiter fällt, wird er Deinen Trailing Stop von oben schneiden und damit die Verkaufsorder auslösen.

Die Trailing Stop-Loss Order erfordert etwas Feingefühl bei der Parametereingabe. Aber sie bietet Dir alles auf einmal: einen Stop-Loss zur Absicherung gegen Verluste, Sicherung von Kursgewinnen und rechtzeitigen automatischen Verkauf bei späteren Kurseinbrüchen. Sei also Du entspannt und lass die Computer ihre Arbeit tun.

Es gibt noch viele weitere Orderoptionen

Orderoptionen sichern Gewinne und begrenzen Verluste ganz automatisch. Es gibt noch viele weitere solcher Orderoptionen, um Deine Investitionsideen umzusetzen oder Dich abzusichern. Bei wenig gehandelten Wertpapieren oder solchen mit großen Kursschwankungen solltest Du unbedingt Limits einstellen, um Dich gegen starke Marktschwankungen abzusichern.  


Ganz sicher aber kannst Du Dir niemals sein: Bei sehr schnell stark fallenden Kursen kann es trotzdem passieren, dass Deine Order unter- oder oberhalb Deiner gesetzten Limits ausgeführt wird.


Dir gefällt dieser Beitrag? Teile ihn gern in Deinem Social Media Netzwerk.

Ein Kommentar

Kommentare sind geschlossen.